BEHANDLUNGSARTEN

Was tun bei Haarausfall
Im Folgenden möchten wir Ihnen ein paar der bekanntesten Behandlungsarten bei Haarausfall vorstellen. Es soll lediglich einen kleinen Überblick darüber geben, und erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Wir raten allen unseren Patienten, sich immer ausreichend und weitgehend über jegliche Behandlungsart mit Ärzten oder Apothekern ihres Vertrauens zu besprechen, bevor eigenmächtig mit einer Behandlungsart begonnen wird.
MEDIKAMENTÖSE BEHANDLUNGSARTEN
Finasterid 
zur Behandlung des androgenetischen (hormonellen, erblichen) Haarausfalls des Mannes. In Deutschland, Österreich und der Schweiz verschreibungspflichtig. 
Finasteride hemmen selektiv das Enzym 5a-Reduktase Typ II und somit die Umwandlung von Testosteron (Männliches Geschlechtshormon) zu DHT (Dihydrotestosteron). DHT ist neben der erblichen Veranlagung hauptverantwortlich für den androgenetischen Haarausfall. Durch die Hemmung des Enzyms wird der Spiegel von DHT im Serum (Blut) um etwa 70 % gesenkt. In zahlreichen Studien konnte auch ein minimaler Anstieg von Testosteron gemessen werden, die Werte blieben jedoch alle im Normbereich. Ebenso wurde in mehreren Studien an Finasteride-nehmenden Männern Untersuchungen des Spermas vorgenommen. Die Zahl der Spermien, deren Beweglichkeit und Form hat sich unter Einnahme von Finasterid nicht verändert.
Im Rahmen der Studien an über 1500 Männern (die eine Hälfte bekam Finasterid, die andere Hälfte bekam Plazebo - eine unwirksame Substanz) wurde nach Beeinflussung der Libido (Verlangen nach Sexualität), nach Veränderung des Samenvolumens und nach Potenzproblemen gefragt. Unter 2 % aller Männer (also auch der Plazebo-Probanden) gaben eine Abnahme der Libido, des Samenvolumens (sas Samenvolumen hat hier nichts mit der Qualität der Spermien zu tun) und Potenzprobleme an. 
Treten jedoch unter Einnahme von Finasterid entsprechende Beschwerden auf, so lassen diese meist trotz fortgeführter Therapie nach. Sämtliche Nebenwirkungen sind nach Absetzen von Finasteriden vollständig reversibel.
Minoxidil
Ein weiterer Stoff der zur Behandlung erblich bedingten Haarausfalls (androgenetische Alopezie) verwendet wird.
Minoxidil wurde in den 1970er Jahren in den USA ursprünglich als orales Medikament zur Behandlung von Bluthochdruck entwickelt. Bei der Anwendung wurde als Nebenwirkung ein verstärktes Haarwachstum festgestellt. 
Minoxidillösung mit dem Handelsnamen Rogaine (USA und Kanada) bzw. Regaine (Europa, auch in Teilen Asiens) zur Behandlung der anlagebedingten Glatzenbildung.
Heute wird Minoxidil meist als 5%ige Lösung oder als 5%iger Schaum für Männer und als 2%ige Lösung für Frauen angeboten.
Bei Männern im Alter von 18–49 Jahren kann Minoxidil den Verlauf der  Glatzenbildung (Alopezie) hemmen; bei mittelgrossen, kahlen Stellen der Kopfhaut. Klinisch nicht belegt ist die Wirksamkeit  im Bereich der „Geheimratsecken“.
Bei Frauen kann Minoxidil den Verlauf einer anlagebedingten diffusen Kopfhaarverdünnung im Scheitelbereich stabilisieren und dem Fortschreiten einer Glatzenbildung entgegenwirken.
Rezeptfreie Aufbaupräparate
Die Wirksamkeit dieser Präparate ist nur teilweise wissenschaftlich
belegt. Ein Beispiel sind Biotin-Präparate (auch Vitamin H oder Vitamin B7
genannt). Biotin ist essentiell für die Bildung der Hornsubstanz Keratin und
trägt somit zum gesunden Wachstum von Haut, Fingernägeln und eben auch
Haaren, bei. Hochdosiert kann es das Haarwachstum fördern und die
Haarqualität und Widerstandsfähigkeit (z. B. bei dünnem oder brüchigem
Haar) verbessern. Bisher konnte jedoch keine grössere Studie belegen, dass
Biotin gegen Haarausfall hilft.
Für fast alle Produkte gilt: Setzt man die Substanz ab, so fällt das neugewonnene Haar wieder aus. Das heißt, man muss die Substanzen ein Leben lang einnehmen bzw. auftragen, um einen dauerhaften Erfolg zu erreichen. Alle Präparate benötigen mindestens zwei Monate, bevor überhaupt eine Besserung möglich ist, da ein neuwachsendes Haar diese Zeit benötigt, um durch die Haut zu wachsen. Finasterid-basierte Produkte müssen etwa sechs Monate angewandt werden, bevor erste Erfolge sichtbar werden können.
ANDERE BEHANDLUNGSARTEN
Ausser medikamentösen Behandlungsarten gibt es auch andere Behandlungsformen gegen den Haarausfall. 
Thrombozytenreiches Plasma 
auch Plättchen reiches Plasma oder PRP. Wird auch bei den von uns angebotenen Haartransplantationen angewandt.
Lasertherapien werden auch angeboten. Allerdings mit nicht zufrieden stellenden Langzeitergebnissen. 

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